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Fellowship of the Coins

Autor: Debbie | Datum: 28 September 2013, 16:12 | 0 Kommentare

Heute morgen beginnt der Tag schon um 05:30Uhr. Ich habe letzte Nacht ca. 5678Mal auf mein Handy geguckt, dass der Wecker auch ja gestellt war. Aber trotzdem wache ich heute morgen (Gott sei Dank) um 5:34 auf, ohne, dass der Wecker klingelte. Wahrscheinlich habe ich ihn im Schlaf ausgeschaltet oder ich kann mich nicht erinnern, das ist mir aber noch nie passiert!


Nungut, nach wenig Schlaf, einem netten Frühstück und einer (sehr kalten) Dusche - die dann doch sehr erwachend schien - machen wir uns auf den Weg nach Tiaong, wo dieses Jahr die Feier der Fellowship of the Coins (Internationale kirchliche Organisation und die Southern Tagalog Conference ist auch Teil davon) gehalten wird. Es werden viele Kirchenmitglieder der STC erwartet und so treffen wir dort früh morgens (8Uhr) schon bestimmt auf 100 Personen (die Zahl sollte sich aber im Laufe des Tages noch mindestens verdoppeln). Zu Anfang lauschen wir ein paar Reden und auch ich muss mich vorstellen. Das Ganze war zwar relativ spontan, aber da ich nicht genötigt wurde, dies auf Tagalog zu tun, geht es ziemlich schnell. Ich treffe auch noch Ate Elin und Ate Tintin aus San Pablo und nach dem Gottesdienst sind wir zusammen zur CYF - Christian Youth Fellowship - die Kirchengruppe der 13-30jährigen. Ein 2. Vorstellen und jede Menge "Nose Bleed" - das hat man hier metaphorisch, wenn man Englisch (oder auch eine andere Sprache) sprechen muss (derer man nicht ganz Herr ist) - später werde ich mit der Jugend der Kirche bekannt gemacht, in der ich zur Zeit wohne. Sie geben am 27.10. ein "Grand Concert" und es sind super nette musikalische Leute. Vielleicht bin ich bis dahin auch in der Gesangsgruppe! 

Die Rückfahrt ist im Grunde ziemlich langweilig und ermüdend. Aber die Musik, die nebenbei aus dem Auto-Cd-Player tönt, macht mich nachdenklich.Ich höre Klaviermusik. Ohne Gesang oder andere Instrumente. Einfach ein Klavier. Der Pianist spielt aber bekannte Lieder. Ich werde aufmerksam als "That's what friends are for" läuft (Tim diese CD hole ich mir und schicke dir die Lieder, super Interpretationen!!!). Ich muss an "alte" Zeiten denken, aber ich habe ihnen nicht hinterher getrauert. Es war schön in Erinnerung zu schwelgen und gleichzeitig doch ein bisschen anzukommen. Und zu schätzen, wo ich gerade bin und die Neue und Andere Welt in mich aufzunehmen. Ich glaube ich brauchte das, noch mal damit konfrontiert zu werden, was war und dass es Vergangenheit ist und dass es gut war um jetzt hier zu sein. Als dann 2-3 Lieder später "I will survive" läuft, muss ich ein bisschen in mich hinein lächeln. Irgendwie passt es inhaltlich und auch zu dem, was mir vorher schon durch den Kopf ging. Naja, ihr werdet es nicht glauben, ich kann es auch nicht - ich muss immer noch Lachen, wenn ich dran denke: Nach "I will survive" spielt der nette Auto-Pianist "Those were the days". Und dass ich Lachen muss, meine ich ernst. Ich sitze in dem Van mit 10 Personen beladen ganz hinten rechts und muss anfangen zu lachen. Ich merke wie lange ich nicht mehr wirklich nachgedacht habe. So viele Eindrücke und nirgendwo mal allein und in Ruhe alles einwirken lassen können. Dass das im Auto dann durch die musikalische Beschallung angefängt, überfordert mich im ersten Moment etwas, weil so viele Gefühle gleichzeitig hervorgerufen werden. Spaß daran, dass es eigentlich nicht sein kann, dass genau diese drei Lieder auf der CD sind. Fröhlichkeit, weil es schön ist, in Erinnerung zu schwelgen. Dankbarkeit, weil sich endlich etwas Richtig anfühlt, ich fühle mich zur rechten Zeit am rechten Platz. (Klingt so, als hätte sich vorher etwas falsch angefühlt, das stimmt nicht. Es war vorher einfach nur Wirrwarr) Erleichterung, weil ich so lange auf dieses Gefühl gewartet habe. Ich bin nicht vollkommen angekommen, noch lange nicht. Aber innerlich ist der Tag trotzdem ein kleiner Erfolg. Und ich weiß, was ich jetzt zu tun habe: Einen Spaziergang machen und nachdenken.

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